FC Bayern München – Eintracht Frankfurt 4:0 (3:0)

Spiel #1 nach dem Barcelona-Waterloo und siehe da: Klinsmann ist doch noch Trainer. Nicht das ich daran gezweifelt hätte, aber ich möchte gar nicht darüber nachdenken, was der Boulevard nach einem Unentschieden oder bei einer Niederlage heute geschrieben hätte. Geschenkt.

Klar mit 4:0 gewonnen. Frankfurt war aber auch schwach. Ich glaube ich habe nur eine einzige Halbchance wahrgenommen, die in Richtung Bayern-Tor flog. So war die Hintermannschaft beschäftigungslos, während die Offensive dagegen die Gäste auf Trab hielt.

Riberys Knaller gleich nach dem Beginn, zeigte auch klar die Richtung an. Bayern war eifrig um den Frustabbau bemüht. Es ging direkt in die Zweikämpfe, verlorenen Bällen wurde nachgegangen und gelegentlich sah man schöne Spielzüge, allerdings – das möchte ich betonen – gegen extrem harmlose Frankfurter.

Drei Punkte – keine Fragen. Aber dafür drei Anmerkungen:

  • An alle Deppen in der Südkurve, die “Klinsmann Raus!” skandiert haben: Wacht gefälligst auf!
    Klinsmann hat wenigstens den Arsch in der Hose und tut, was er für nötig erachtet. Wer von euch wäre denn so mutig gewesen und hätte Toni als einzige Spitze gebracht? Ja, er macht seine Fehler als Trainer, aber momentan sehe ich keinen anderen Trainer, der mit dem sich der dringend notwendige, tiefgreifende Umbau der Mannschaft und des Vereins bewerkstelligen lässt.

    Wandel braucht eben seine Zeit. Barca z.B hat 6 Jahre nichts gewonnen und auch Manchester hatte jahrelang keine Titel vorzuweisen.

    Aber das interessiert euch Vögel sicherlich gar nicht. Ihr wollt euch nur Montagmorgens bei der Arbeit zu den Siegern zählen, wenn ihr gemeinsam mit euren Kollegen eurer Fussballhalbwissen austauscht. Geht einfach sterben!

  • Der Einsatz von Butt für Rensing war überfällig. Rensing an sich ist kein Schlechter, allerdings wirkte er oft sehr fahrig und unruhig. So etwas ist Gift für die Abwehr.
  • Riberys Jubel nach seinem Tor (er hob die rechte Hand, auf der eine “5″ zu sehen war – die Trikotnummer von Daniel van Buyten, der wegen der Erkrankung seines Vaters in Belgien weilt) war bewegend.