Ballacks Verabschiedung gerät zu einer Farce

Das Saisonfinale gegen Dortmund war nach der seit letzter Woche feststehenden 20. Deutschen Meisterschaft wenig mehr gewesen, als ein lockeres Trainingsspielchen, was zwischen die gemeinsame Verabschiedung von Bixente Lizarazu, Jens Jeremies und Michael Ballack, und den Meisterfeierlichkeiten geschoben wurde.

Wo bei Lizarazu und Jeremies noch herzlich Beifall geklatscht wurde, gab es für Ballack wenig überraschend unüberhörbare Pfiffe als Quittung für die Wochen und Monate der Ungewissheit, welche von Fußballfans seit je her ganz besonders gehasst wird. Die Pfiffe haben ihre Wirkung nicht verfehlt, wie dem zukünftigen Mittelfeldspieler vom FC Chelsea nach dem Spiel zu entnehmen war:

„Das war schon enttäuschend“, gab Ballack zu. „Ich kann die Reaktionen zwar verstehen, weil meine Vertragssituation ungeklärt war. Aber es ist trotzdem schade, weil ich mich hier immer voll reingehauen und mir nichts vorzuwerfen habe.“ Diese Meinung kann man haben, muß man aber nicht. Egal…

Mit ihren gezielten Angriffen haben Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Franz Beckenbauer bewusst Öl in das Feuer des seit Monaten andauernden Transfer-Geeiers um Ballack gegossen und damit direkt zu diesem unschönen Abschied beigetragen.

Sich jetzt über die Pfiffe bei der Verabschiedung und den Feierlichkeiten auf dem Marienplatz zu wundern ist eine ganz große Heuchelei, genau wie armseelige Erklärungsversuche im Doppelpass heute, daß die Fans eben einfach immer sauer darüber seien, wenn ein Spieler vom FC Bayern zu einem anderen Verein wechselt. Der Gipfel der Bigotterie war allerdings der jämmerliche Versuch von Manager Uli Hoeneß die Fans zu beruhigen, indem er sich kurz nach dem Anpfiff von seinem Platz erhob und in die Kurve ging.

Nicht das wir Michael Ballack eine Träne nachzuweinen würden – gut die Tore die er gemacht hat, müssen jetzt eben andere schießen – die große Liebe war es eben nie, weder zwischen ihm und den Fans, noch mit dem Verein. Aber seinen schönen Abschied, hat er sich bestimmt trotzdem ein klein wenig anders vorgestellt…

Istjajetztauchegal – die Kapitel Ballack beim FC Bayern München ist zuende. Und trotz aller Querelen in den letzten Monaten: Viel Glück beim FC Chelsea!

3 Gedanken zu “Ballacks Verabschiedung gerät zu einer Farce

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  2. Rummenigge, Dummenigge, ewiger Sparkassenlehrling aus Lippstadt, sonst hat er immer schnell die Futtfingerchen oben und beansprucht derart penetrant marktwirtschaftliches Handeln und Denken, dass es dem neoliberalen Popanz nur so das Arschloch kitzelt: Wenn es um die Verteilung der Fernsehgelder geht, höre ich nur noch das Wort Solidarität, welches ich inzwischen hasse wie die Pest. Fußball ist ein kapitalistisches System! (i.d. FAZ).

    Heuer kräht und stichelt er gegen Ballack, der doch genau den geforderten „Idealen“ folgt und der sich völlig korrekt an die FIFA-Tranfer-Regeln gehalten halt, als er mit Einigungsgesprächen erst im neuen Jahr begonnen hat. Die Sauerei war vielmehr die Bayerntaktik, Ballack schon ganz früh in der Saison ein Ultimatum zu stellen, als der noch gar nicht mit Anderen Kontakt aufnehmen durfte, nur so konnte erst der Eindruck entstehen er halte die Bayern hin.

  3. Rummenigge, Dummenigge, ewiger Sparkassenlehrling aus Lippstadt, sonst hat er immer schnell die Futtfingerchen oben und beansprucht derart penetrant marktwirtschaftliches Handeln und Denken, dass es dem neoliberalen Popanz nur so das Arschloch kitzelt: Wenn es um die Verteilung der Fernsehgelder geht, höre ich nur noch das Wort Solidarität, welches ich inzwischen hasse wie die Pest. Fußball ist ein kapitalistisches System! (i.d. FAZ).

    Heuer kräht und stichelt er gegen Ballack, der doch genau den geforderten „Idealen“ folgt und der sich völlig korrekt an die FIFA-Tranfer-Regeln gehalten halt, als er mit Einigungsgesprächen erst im neuen Jahr begonnen hat. Die Sauerei war vielmehr die Bayerntaktik, Ballack schon ganz früh in der Saison ein Ultimatum zu stellen, als der noch gar nicht mit Anderen Kontakt aufnehmen durfte, nur so konnte erst der Eindruck entstehen er halte die Bayern hin.

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