Chancen durch den Abgang von Ze Roberto

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Wenn man so den Kader des FC Bayern betrachtet, könnte man als Außenstehender den Eindruck gewinnen, das den Münchenern die Spieler davonlaufen, wie Juventus die Sponsoren, aber das täuscht – ja, wirklich!

Okay, das die Aktien der Bayern im international Fußball ähnlich schnell in den Keller gefallen sind, wie die Turiner Wertpapiere in den letzten Wochen trifft zu, genau wie die Tatsache das Bayern München nach dem Abgang von Michael Ballack, Bixente Lizarazu und Jens Jeremies jetzt auch noch Zé Roberto verliert, aber solch ein Schnitt hat auch sein Gutes – ähnlich wie der Zwangabstieg von Juventus in die Serie C1/A, und sich dann auf packende Duelle mit dem A.C. Pistoiese freuen darf ;-)

Egal, ich schweife ab. Zurück zum eigentlichen Thema – Zé Robertos Abschied aus München: Endlich!

Gut, dann eben etwas ausführlicher: José Roberto da Silva Junior, 31, kam zusammen mit Michael Ballack im Sommer 2002 für die stolze Ablösesumme von 11.500.000 Euro (zum Vergleich: Ein Ballack hat uns damals lächerliche 6.000.000 Euro gekostet!). Die Last dieser hohen Ablöse lag Zé Roberto wie ein Sack Zement auf den Schultern, denn er hat nie wieder an die guten Leistungen bei Bayer Leverkusen anknüpfen können. Er bestach damals als glänzender Vorbereiter und strahlte dabei auch noch Torgefahr aus. Selbige hat er in München völlig verloren: In 110 Bundesligaspielen schoss er ganze fünf Tore. Statt genauen Flanken bekam man von ihm häufig nicht viel mehr zu sehen als die üblichen erfolglosen Dribblings über die linke Seite, bis ca. 30m vor das Tor, wo er beinahe jedes Mal geradezu darauf wartete, sich beim nächsten Zweikampf mit Anlauf auf den Boden zu werfen um einen Freistoß zu bekommen. Wie kann so jemand eigentlich seinen Stammplatz in der Nationalmannschaft Brasiliens über all die Jahre halten?

Nein, Ganz ehrlich: Auch ihm weine ich – genau wie Ballack – keine Träne nach. Er kam mit Mischael und ging jetzt auch mit ihm. Im Grunde war er zwar ein solider Spieler, aber auch jemand der einfach zu wenig getan hat um die Spitzen vor ihm richtig einzusetzen. Ein Spieler mit solchen Anlagen musste da einfach mehr daraus machen, und da er das nicht getan hat bleibt nichts anderes zu sagen außer: Danke für alles und alles Gute weiterhin!

Was bleibt ist die Frage, ob unsere ´heilige Dreifaltigkeit´ – Hoeness, Magath und Rummenigge – bald wieder verlauten lassen wird, dass auch dieser Abgang mit Spielern aus den eigenen Reihen aufgefangen werden kann…

Prinzipielle eine lobenswerte Einstellung aber, sooo viel gibt der Kader an Mittelfeldspielern mit Perspektive für diese Position nicht her, denn: Demichelis und Hargreaves sind für das defensive Mittelfeld zuständig, Deisler und Salihamidzic sind rechts viel stärker. Mehmet Scholl kann uns auf der Position auch nicht durch die Saison helfen und Santa Cruz sollte doch eher als Stürmer eingesetzt werden. Übrig bleiben somit: Schweinsteiger, Ali Karimi und Dos Santos.

Auch wenn ich Schweinsteiger zutraue diese Position bestens auszufüllen: Ein Neuzugang im Mittelfeld würde frischen Wind in die Mannschaft bringen, außerdem gibt das gesunde Konkurrenz unter den Burschen. Die vielen leidenschaftslosen Auftritte in der letzten Saison haben gezeigt wie nötig das dieser Verein hat.

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