Eine Achtelfinalrunde zum davonlaufen

Nach 19 Tagen Fußball-WM am Stück ist heute endlich spielfrei. Gut so, denn so langsam wurde es mir wirklich zuviel. Das die WM-Euphorie nachgelassen hat, liegt nicht nur an dem lausigen Spiel der Brasilianer, sondern an dem Angsthasenfussball der von allem Mannschaften im Achtelfinale gespielt wurde. (vor deinem Monat hätte ich übrigens nicht gedacht das ich folgende Worte zu dieser WM schreiben würde, aber:) Deutschland war da die einzige Ausnahme.

Als Beispiel für alle anderen großen Fußballnationen: Die Engländer! Von mir zusammen mit den Spaniern zu den Favoriten dieser WM auserkoren, da die Mannschaft durchweg mit hervorragenden Fußballern besetzt ist. In der Abwehr stehen Recken wie Ferdinand, Campbell und Terry. Ein Ashley Cole als linken Außenverteidiger. Im Mittelfeld ein großer Name neben dem anderen: Lampard, Beckham, Gerrard und Joe Cole. Und im Sturm erst: Michael Owen, Wayne Rooney, der baumlange Crouch sowie Supertalent Theo Walcott noch in der Hinterhand.

England sollte in diese überragenden Spieler vertrauen, dem Gegner mit 3 Löwen auf breiter Brust entgegentreten, gleich zeigen das er keine Chance gegen so ein Team hat und von beginn an versuchen Tore zu schießen – und nicht nur eines – sondern drei, vier oder fünf, bis man auf dem Platz merkt das die Gegenwehr gebrochen ist.
Stattdessen wird der Ball quer durch die eigenen Reihen geschoben, Sicherheitspässe gespielt und – wenn überhaupt – sehr zaghaft nach vorne gespielt, immer verbunden mit der Hoffnung der Schiedsrichter möge doch bitte bei der geringsten Berührung des Gegenspielers Freistoß oder noch besser 11-Meter pfeifen. Nur keinen Gegentreffer kassieren – alles andere wird man dann sehen.

Die Trainer sind Mitschuld: Bei England bzw. wurde Frankreich mit einer einzigen Sturmspitze gespielt – Kein Wunder das da keine Tore fallen bzw keine Torraumszenen entstehen können.

Keine überraschenden Pässe, keine Angriffe mit höchster Geschwindigkeit und nur durchschnittliche bis nicht vorhandene Laufbereitschaft. Kurz: keine Leidenschaft!

Die habe ich weder bei Brasilien, noch von Spanien, Frankreich, Ukraine, Portugal, Schweiz oder Holland gesehen. Und Italien… ach, diese Stiefelkicker. Die sollen sich allesamt erst einmal das Olivenöl aus ihren Haaren waschen.
Keine dieser Mannschaft hat gezeigt dass sie wirklich die Trophäe am 9 Juli in den Berliner Nachthimmel recken wollen. Und wenn der Fußballgott auch zugeschaut hat, wird er das ebenfalls gesehen haben und er wird sich sicherlich schon längst entschieden haben, wem er in der nächsten Runde zugeneigt sein wird.

4 Gedanken zu “Eine Achtelfinalrunde zum davonlaufen

  1. Tja, das vermaledeite an der nächsten Runde ist, dass die einzigen Teams, die noch dabei sind und Herz gezeigt haben, sich gegenseitig eliminieren werden.
    Aber trotzdem: Egal wie das Viertelfinale morgen in Berlin ausgeht. Wir können ziemlich sicher sein, in diesem Spiel den Weltmeister gesehen zu haben.

  2. Tja, das vermaledeite an der nächsten Runde ist, dass die einzigen Teams, die noch dabei sind und Herz gezeigt haben, sich gegenseitig eliminieren werden.
    Aber trotzdem: Egal wie das Viertelfinale morgen in Berlin ausgeht. Wir können ziemlich sicher sein, in diesem Spiel den Weltmeister gesehen zu haben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *