Vorschau: 12. Spieltag: FC Bayern München – Eintracht Frankfurt

Schlag auf Schlag geht es für die Bundesligavereine: Sonntag noch in Dortmund, vorgestern gegen Gladbach zuhause im DFB-Pokal und morgen schon wieder zuhause gegen die Eintracht aus Frankfurt. Ich kenne zwar niemanden in meinem Bekanntenkreis der sich je über zuviel Fussballspiele beschwert hat, aber bei einem so dicht gedrängten Terminkalender nach der Länderspielpause war es für mich kein Wunder, dass eine Partie unweigerlich mit meiner Arbeit, meiner Beziehung und sonstigen gesellschaftlichen Ereignissen zum Opfer fiel.

Getroffen hat es dann das Pokalspiel gegen Gladbach, von dem ich dann nur die Tore, viele Spielberichte und die Zusammenfassung von fcb.tv sehen konnte.

Wie zu sehen waren, reichte auch in diesem Klassiker eine zufriedenstellende Leistung von müden Bayern-Spielern. Gladbach spielte gut mit und hatte einige gute Chancen, die aber grösstenteils von Rensing zunichte gemacht wurden. Klasse Job von dem Jungen!

Matchwinner Nr. 2 war natürlich Grande Luca Toni! Wie abgezockt und locker er die Tore gemacht hat sucht seinesgleichen. Selten habe ich einen Stürmer mit so einem guten Torriecher gesehen. Seine beiden Buden haben der Borussia den Schwung genommen und auch wenn Ndjeng mit einem 30-Meter Kracher noch einmal für seine Mannschaft auf 2:1 verkürzte, hatte niemand wirklich geglaubt das es für die Bayern noch einmal eng werden würde.

Podolski zeigte seine beste Leistung in dieser Saison und auch wenn ihm selbst kein Treffer am Mittwoch gelungen ist, so hat er viel zur Belebung des münchener Offensivspiels beigetragen. Hoffentlich kann er in Zukunft darauf aufbauen.

Wahrscheinlich dürfte er, auch mit dem Pokalspiel in den Knochen um einiges frischer sein als Klose und Toni. Vielleicht lässt Hitzfeld gegen Frankfurt wieder einen der beiden draußen und Podolski kriegt erneut eine Chance sich zu empfehlen. Zumindest sollte der Trainer darüber nachdenken, denn am Donnerstag steht mit den Bolton Wanderers ein meist kompakt stehender, unbequemer Gegner in der Allianz Arena, gegen den ein fittes Sturmduo Klose/Toni sehr nützlich sein würde um die dichten Abwehrriegel der Engländer zu knacken.

Aber davor heisst es noch gegen Frankfurt zu bestehen. Das sollte mit der Rückkehr von Ribéry und Oliver Kahn im Tor zumindest auf dem Papier her einfacher werden. Dagegen müssen die Gäste auf den Einsatz ihrer Stammkräfte Mahdavikia, Vasoski und Kyrgiakos verzichten.

In Anbetracht der vielen Spielen in den nächsten Tagen kann es für die Hitzfeld-Elf nur eine Marschrichtung geben: Früh die Buden machen und dann die Partie ohne viel Kräfteverschleiß nach Hause fahren. Mal schau´n ob das hinhaut.

11. Spieltag: Borussia Dortmund – FC Bayern München 0:0

Das war anstrengend! Und zwar nicht nur für die Spieler auf dem Platz sondern auch für Zuschauer wie mich!
Samstag das Spiel in Bochum, Donnerstag die Qual auf dem Acker in Belgrad und Sonntag dann nach Dortmund. Ich hatte schon beim Fussball-schauen einige Konditionsprobleme. Wie mag es da erst den Bayern-Spielern ergangen sein?

Nicht sehr gut wie gegen Dortmund zu sehen war, denn Bayern tat nur das allernötigste um irgendwie eine Niederlage zu vermeiden. Schalke und Bremen hatten sich schon gegenseitig mit einem Unentschieden die Punkte weggenommen, so das von vornherein klar war, dass wir mit einem Unentschieden gegen Dortmund gut leben können.

Das es letztlich tatsächlich zur Punkteteilung kam, lag an Glück (für uns das Valdez alles mit dem Fussball kann außer Tore schiessen) und Pech (2 Lattentreffer hintereinander!) gleichmaßen. Und natürlich daran, daß der FC Bayern einen José Ernesto Sosa in seinen Reihen hatte, der zwar körperlich anwesend, aber im Grunde doch irgendwie nie so richtig auf dem Platz war. Warum sind wir eigentlich nicht gleich zum zehnt angetreten? Der Junge sollte mal aus dem Arsch kommen und zwar gewaltig – aber das gilt ja für einige andere seiner Mannschaftskameraden auch.

Vorschau: 11. Spieltag: Borussia Dortmund – FC Bayern München

Das Spiel Dortmund gegen Bayern am Sonntag ist immer ein Knaller – egal ob Dortmund im Niemandsland und Bayern an der Spitze der Tabelle steht oder umgekehrt, wobei letzteres momentan sehr weit von der Realität entfernt scheint.

Das Westfalenstadion (scheiß auf komische Stadionnamen) war noch nie ein gutes Pflaster für Hitzfeld und seine Mannen und das letzte Spiel dort ging mit 3:2 an die Borussen. Das dieses Mal auch alle drei Punkte zuhause bleiben sollen, hoffen nicht nur die Dortmunder Fans, sondern auch Thomas Doll, der mit seiner Mannschaft sich akribisch auf das Sonntags-Spiel vorbereitet hat. «Wir sind heiß darauf, dieses Spiel zu gewinnen. Unsere Fans wollen einen Fight sehen. Für die Bayern darf es keine lockere Trainingseinheit sein», sagte der BVB-Trainer.

Bei seinem Vorhaben könnte ihm das Verletzungspech der Bayern hilfreich sein: Ribéry laboriert immer noch an seiner Muskerlverhärtung und sein Einsatz gegen die Westfalen scheint unwahrscheinlich. Genauso auf der Kippe stehen die wieder genesenen Luca Toni und Martin Demichelis. Dazu kommen die Strapazen durch das UEFA-Cup Spiel in Belgrad, welches die Bayern jede Menge Kraft gekostet hat. Es wäre also nicht wirklich überraschend wenn Bayern mit Podolski, Ottl, Schlaudraff und Sosa beginnen würde um die müden Eurofighter von Belgrad zumindest für ein Halbzeit lang zu entlasten.

10. Spieltag: VfL Bochum – FC Bayern München 1:2 (1:1)

Nach zwei Wochen Pause ging es beim VfL Bochum nicht nur um drei weitere Punkte im Kampf um die deutsche Meisterschaft, sondern um einen guten Auftakt für die nächsten stressigen Wochen für den FC Bayern München. Denn „dank“ Uefa-Cup und DFB-Pokal ist der Rekordmeister in drei Wochen gleich sechs Mal im Einsatz.

Dabei war der Einstieg am 10. Spieltag kein einfacher: Bochum präsentierte sich wie erwartet sehr kampfstark und defensiv gut eingestellt und ging sogar durch Grote in der 11. Spielminute in Führung, bedingt durch einen kollektiven Sekundenschlaf der bayerischen Abwehr.

Den Rückstand steckte der Spitzenreiter aber gut weg und übernahm das Kommando im Mittelfeld und kam durch Ribery, Altintop, Toni und Klose zu guten Tormöglichkeiten, die allerdings allesamt nicht genutzt wurden. Erst 10 Minuten vor der Halbzeit behielt Klose den Überblick im gegnerischen Strafraum und spielte flach auf den anrauschenden Ribery, der den Ball mit der Hacke ins Tor beförderte. Danach passierte bis zum Halbzeitpfiff nichts Nennenswertes.

In der 2. Halbzeit bleiben die Bayern weiterhin spielbestimmend, konnten sich aber mit ihrer spielerischen Überlegenheit keine klaren Tormöglichkeiten mehr herausarbeiten. Immer wieder rannten sich die Bayern in der Bochumer Abwehr fest. Erst die Einwechslung von Schweinsteiger und Podolski brachte wieder etwas mehr Druck auf das Bochumer Tor. Den Siegtreffer bereitete ein wieder einmal überragender Franck Ribery mit einem energischen Vorstoß über die rechte Seite vor. Seinen Ball in die Mitte verwertete der eingewechselte Schweinsteiger mit einem Schuss aus 11Metern.

Danach konnten die Bochumer nicht mehr zulegen und Bayern schaukelte das Spiel souverän über die Zeit. Unschöne Szene am Rande waren die vielen Bierbecher kurz vor Spielablauf, glücklicherweise wurde aber niemand getroffen.

Das Spiel selbst fällt diesmal die Kategorie Arbeitssieg. Bochum hat sich nach Kräften gewehrt, bekam aber den Ball bis auf das 1:0 nie gefährlich vor das Tor von Michael Rensing.

Allerdings hätte die Bochumer Führung aber eigentlich auch nie fallen dürfen: Wie zuerst Lell, dann Lucio und dann noch van Bommel und Altintop den jungen Grote zu seinem tollen Tor begleiteten, war für mich kaum zu begreifen. Hoffentlich wird diese Unsortiertheit und Passivität nur eine Ausnahme bleiben.

Der Sturm in Form von Luca Toni wirkte etwas ausgelaugt und Klose war auch nicht wirklich präsent, auch wenn er den Ausgleich vorbereitete – Sie spielten unter ihren Möglichkeiten allerdings kam auch aus dem Mittelfeld, vor allem in Form von Ze Roberto und Altintop wenig brauchbare Bälle nach vorne. Trotzdem hat man den Gegner phasenweise dominiert, allerdings die Chancen nicht eiskalt genutzt. Klar, schönen Fußball will jeder sehen und am Ende hat es wieder gereicht, aber an einem schlechten Tag kann das gegen einen halbwegs disziplinierten Gegner auch in die Hose gehen.

Alle Tore bei DailyMotion:

Jetzt nachdem der KSC am Sonntag nur 0:0 gegen Bielefeld gespielt hat, beträgt der Vorsprung auf den neuen Tabellenzweiten Werder Bremen sechs Punkte. Den Vorsprung lässt einen noch einen Tick gelassener in die kommenden anstrengenden Wochen gehen.
Am Donnerstag geht es gegen Roter Stern Belgrad, am Sonntag dann nach Dortmund. Mittwoch Abend ist dann endlich wieder ein Heimspiel gegen Gladbach.

Vorschau: 10. Spieltag: Vfl Bochum – FC Bayern München

Nur damit ich es mal wieder gesagt habe: Länderspielpause ist scheiße. Nachdem das Elend endlich vorbei ist, geht’s also heute gegen den Vfl Bochum.

Vor solchen Spielen bin ich immer hin und her gerissen zwischen Überheblichkeit („Die hauen wir weg!“) und zahlreichen Bedenken („Die haben ja auch 11 Mann auf dem Platz“), dabei hat der FC Bayern in Bochum eine sehr positive Statistik mit 17 Siegen und 7 Unentschieden bei 7 Niederlagen.

Aber alleine mit diesen Zahlen lässt sich Bochum bestimmt nicht besiegen, da müssen schon schwerere Kaliber ala Luca Toni und Miroslav Klose aufgefahren werden. Letzterer hat seine Knieverletzung endlich überwunden und konnte letzte Woche mit der Rumpfmannschaft, die Hitzfeld in der Länderspielwoche zur Verfügung stand und wird von Beginn an in der Startformation stehen.

Um gegen die Offensivqualitäten des Rekordmeisters zu bestehen wird Bochum seine gesamte Kampfkraft in die Waagschale werfen müssen, denn mit bisher nur zwei Siegen hat Bochum Kontakt zur Abstiegszone und benötigt wirklich jeden Punkt um wieder nach oben zu kommen.

Bei Bayern sind Van Buyten und Demichelis fraglich, da beide angeschlagen von ihren Länderspielreisen zurückkamen. Vielleicht darf ja dann endlich mal wieder Valerian Ismael ran, der genau wie Jose Ernesto Sosa wieder zur Verfügung steht, allerdings fehlt beiden natürlich die Spielpraxis, so das Demichelis wohl oder übel durchhalten muss.

9. Spieltag: FC Bayern München – 1. FC Nürnberg 3:0 (2:0)

Nach dem schwer erarbeiteten Sieg in Lissabon gelang dem FC Bayern gegen den 1. FC Nürnberg der 6. Sieg in Folge. Es war wieder eines der Spiele, die einem als Bayern-Fan fast – aber nur fast – vor Freude das Herz aufgehen lassen.

Von Beginn an spielte Bayern nach vorne. Nürnberg stand ähnlich tief in der eigenen Hälfte wie Lissabon und suchte sein Heil u.a. in der Manndeckung. Zu Kontern kamen die Gäste so gut wie nie, da sie im Aufbauspiel schwächen zeigten und für den hervorragend aufgelegten Abräumer Ze Roberto, sowie dem fehlerlos agierenden Demichelis keine Probleme bereiteten.

Luca „1:0“ Toni

Nach vorne ging es dank eines wieder hervorragend aufgelegten Franck Ribéry stellenweise echt die Post ab. Der Franzose verkörperte mit seinen unzähligen High-Speed-Dribblings und Sprints die spielerische Überlegenheit gegenüber den Franken, aus dieser resultierten zahlreiche Möglichkeiten für den Rekordmeister in den ersten 30 Minuten, die aber u.a. von Schweinsteiger und Demichelis nicht verwertet wurden. Dennoch die Führung war also nur noch eine Frage der Geduld und wie so oft in dieser Saison besorgte Luca Toni, nach einem Freistoss von Altintop den Blazek nur schwach abklatschen konnte, das verdiente 1:0.

Danach spielte sich die Mannschaft bis zur Halbzeit in einen Rausch. Ze Roberto war nach einem tollen Zuspiel von Schweinsteiger auf und davon und schob 5 Minuten vor der Pause zum 2:0 ein. Altintop hatte gleich im Anschluss das 3:0 auf dem Fuß, allerdings reagierte Blazek gut auf den Fernschuss des türkischen Nationalspielers.

Bayern weiter auf dem Gaspedal

In der zweiten Halbzeit blieben die Bayern auf dem Gaspedal und drängten mit Nachdruck auf das alles entscheidende dritte Tor, welches aber aufgrund der schlampigen Chancenverwertung von Ribery, Schweinsteiger und Jansen vorerst nicht viel.

Erst als sich die Bayern eine Verschnaufpause gönnten, konnten sich die Nürnberger aus der Umklammerung befreien und durften somit noch in Form von Kennedy am Anschlusstreffer schnuppern, der allerdings völlig freistehend den Kopfball aus fünf Metern neben das Tor – wer weiß wie die Schlussviertelstunde dann verlaufen wäre. So allerdings, nahm der FC Bayern wieder das Heft in die Hand. Ribérys Sololauf blieb der krönende Abschluss durch einen Torerfolg noch verwehrt, so dass es Toni vorbehalten blieb nach einer Ecke von Ze Roberto zum 3:0 einzuköpfen.

Rensings tolle Reaktion beim Superschuss von Reinhardt kurz vor Ende bewahrte ihm seine weisse Weste.

Generell ist der Mannschaft ein großes Lob auszusprechen. Die Überzeugung, mit der sie von Anfang an das gegnerische Tor bestürmt hat, in der Gewissheit dass das Tor irgendwann schon fallen würde, war deutlich erkennbar. Außerdem hat es mir viel Freude bereitet, wie abzockt das Dreieck von Lucio, Demichelis und Zé Roberto zusammenspielt, als ob Sie ihr ganzes Fußballerleben nichts anderes getan hätten.

Grosses Lob, aber trotzdem kleine Härchen in der Suppe

Trotzdem wenn man danach sucht, gab´s noch einige kleine „Härchen“ in der vorzüglichen Sonntags-Suppe zu finden: Podolski war nach seiner Einwechslung so gut wie nicht wahrzunehmen, Schweinsteiger stand weite Teile – bis auf die Vorlage zum 2:0 – der ersten Hälfte irgendwie neben sich und Ribéry könnte seine Sprints einen Tick besser dosieren um mit seinen Kräften hauszuhalten.

Aber das ist Granteln, auf Zugspitzen-Niveau. Denn Fakt ist, das der FC Bayern nach etwas über einem Viertel der neuen Saison mit 5 Punkten Vorsprung auf den KSC und mit 25 – zum Teil herrlich herausgespielten – Toren in der Liga, so erfolgreich wie früher, aber so schön wie nie die Bundesligatabelle anführt. Da kann einem wahrlich schon das Herz aufgehen…

Vorschau: 9. Spieltag: FC Bayern München – 1.FC Nürnberg

Nach der Niederlage von Schalke heute hat der FC Bayern alle Karten in der eigenen Hand um mit einem Sieg im 49. Bayrisch-Fränkischen-Derby gegen Nürnberg den Vorsprung in der Tabelle auf fünf Punkte auszubauen.

Doch einfach wird das ganz bestimmt nicht: Nürnberg läuft zwar immer noch der Form des letzten Jahres hinterher, doch der Einzug in die Gruppenphase des UEFA-Cups könnte die lahmenden Franken beflügeln. Außerdem ist der alte Fuchs Hans Meyer immer für eine Überraschung gut, die uns Probleme bereiten könnte.

Dabei ist noch eine Rechnung mit Meyer offen: Bei Hitzfelds Rückkehr im Februar, gewann der 1. FC Nürnberg mit 3:0, aber damals waren die Bayern mit ihrem Kopf auch woanders. Diesmal gilt es konzentriert in die Begegnung zu gehen um sich auch wirklich wie beabsichtigt vorne absetzen zu können.

Dabei mithelfen könnte am Sonntag auch wieder Lukas Podolski, der nach überstandener Grippe wieder als Klose-Vertreter einspringen könnte. Nach Ribérys vergleichsweise dürftiger Leistung gegen Lissabon, wäre das auch IMHO auch die bessere Aufstellung. Und falls Poldi wirklich spielen sollte, stellt sich wieder die Frage: Schweinsteiger oder Altintop auf Rechts?

Meyer dagegen darf um den Einsatz von Peer Kluge bangen, der auch am Donnerstag gegen Bukarest, wie in den letzten Wochen auch, getroffen hat.

Operation für Kahn – Chance für Rensing

Gegen Leverkusen hat Rensing eine gute Leistung gezeigt, keine Frage. Ich fand ihn in einigen Szenen etwas zu forsch und nicht abgeklärt genug, aber woher sollte er diese Coolness auch nehme wenn er auf der Bank sitzt?

Jedenfalls dürfte er jetzt genug Wettkampfpraxis bekommen, denn Oliver Kahn muss am Arm operiert werden und fällt die nächsten vier bis sechs Wochen aus.

Die Chance also für Rensing seinen Anspruch auf das Erbe von Oliver Kahn zu untermauern. Man darf gespannt sein, wie er sich bis zur Rückkehr von Kahn schlägt und ob er wirklich auf eine Stufe mit den neuen, jungen Torhütern wie Neuer und Adler zu setzen ist, oder – wie Uli Hoeness glaubt – noch besser ist als die beiden.

8. Spieltag: Bayer Leverkusen – FC Bayern München 0:1 (0:1)

9 Punkte, 10:1 Tore in drei Spielen – die Ausbeute der Münchener in der englischen Woche der Bundesliga, kann sich wahrlich sehen lassen. Vier Punkte Vorsprung an der Tabellenspitze gehalten und dabei auch gestern in Leverkusen alle Punkte mitgenommen.

Ja, es hätte wirklich schlimmer kommen können, vor allem in der ersten Halbzeit gestern, in der die Bayern nicht eng genug an ihren Gegenspielern waren um die vielen Torchancen für die Werkself zu verhindern. Doch dank eines reaktionsschnellen, wenn auch in manchen Szenen leicht übermotiviert wirkenden, Michael Rensing blieb es beim 0:0, allerdings nur aufgrund einer Fehlentscheidung des Linienrichters, der Kloses Tor in der 13. Minute nicht gesehen hatte.

Bayern suchen sich noch

Abgesehen davon gab es im Spiel nach vorne vieles Stückwerk. Einige viel versprechende Kontermöglichkeiten wurden nicht schnell und konsequent genug bzw. nur schlampig ausgespielt. Vor allem Jansen versprangen vielen Bälle bei der Annahme und er wirkte nicht so spritzig, sondern etwas ausgelaugt. Doch schließlich genügte ein Geistesblitz von Ribéry um Klose zu schicken, der den freien Toni neben sich sah.

Danach war der Käse geschnitten: Bayer bemühte sich in der zweiten Hälfte weiterhin Druck aufzubauen, doch das aggressive und schnelle Spiel in der ersten Halbzeit hatte viel Kraft gekostet. Mit der Hereinnahme Schweinsteigers machten die Bayern dann gänzlich die Räume eng, kamen zu mehr Spielanteilen und versuchten Leverkusen auszukontern, was auch beinahe geklappt hätte, wenn z.B. Ze Roberto an der Strafraumgrenze mal abgezogen hätte, anstatt nach einer Anspielstation zu suchen…

Bayern Lazarett wird wieder grösser

Sei´s drum. Souverän und abgezockt den Vorsprung über die Zeit gebracht, das zählt. Die drei Punkte waren wichtig zum Abschluss dieser anstrengenden Woche, jetzt ist wieder ein paar Tage Zeit um die verletzten gesund zu pflegen. „Dank“ Kiesling, der -ungestüm wie ein junger Bulle- in jeden Zweikampf ging, zwickt´s Klose wieder im rechten Knie, Lell in der Wade. Oliver Kahn hatte sich ja beim warm machen am Ellenbogen verletzt – okay, dafür kann der feine Herr Kiesling mal nichts :-)

Was mich außer Kiesling wirklich gefuchst hat, war der Auftritt von Marcell Jansen. Immer wieder hat er Bälle verstolpert, zum Gegner gepasst oder gleich ins aus gespielt und wenn er mal nicht den Ball hatte, schlurfte er gemächlich über den Platz. Hoffentlich war es „nur“ ein schlechter Tag für ihn – ansonsten müsste ich zwei Gebetskerzen aufstellen: Eine für Lahm und eine für Sagnol. Jansen kann dann ja weiterhin im Dunkeln herumschlurfen.

Vorschau: 8. Spieltag: Bayer Leverkusen – FC Bayern München

„Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ – selten traf ein Herberger Zitat so sehr ins schwarze wie in dieser englischen Woche. Und die bedeutet Stress, sogar für den Zuschauer. Bundesliga am Samstag, Sonntag, Dienstag, Mittwoch, sowie Freitag, Samstag und Sonntag. Parallel dazu oder dazwischen ist natürlich 2. Liga. Tja, Fussball ist eben nichts für Weicheier – weder auf dem Platz, noch vor dem Bildschirm.

Noch ein Spitzenspiel

Morgen gehts gegen Leverkusen, oder wie ich sie gerne nenne „Pillendreher rechts vom Rhein“ und auch dieses Spiel fällt in die Kategorie „Spitzenspiel“. Das wievielte in der Saison ist das jetzt eigentlich? Leider halten diese Partien selten daß, was sie im Vorfeld versprechen…

Momentan bedeutet die Paarung das Aufeinandertreffen vom Tabellenführer beim Tabellenzweiten, wobei der zweite. ja seit dem erstem Spieltag an auch den ominösen Titel „Bayern-Jäger“ tragen darf, aber auch davon gab es ja bisher so einige.

Leverkusen mit Rückenwind

Anyway: Leverkusen ist auf dem aufsteigenden Ast mit drei Siegen in Folge und eines aufblühenden Stefan Kiesling. Nach einem schweren ersten Jahr in Leverkusen scheint es für den 23jährigen endlich zu laufen, während z.B. ein Lukas Podolski beim FC Bayern bestenfalls auf der Stelle tritt.

Aber nicht nur Kiesling macht von sich reden: Auch die Neuzugänge Manuel Friedrich (von Mainz 05) und Arturo Vidal (von Colo Colo) präsentierten sich zuletzt in guter Form und in Torlaune. Dazu hat endlich auch noch Gekas wieder getroffen, so das Bayer mehr als ordentlich dasteht. Wie es scheint geht der Plan von Rudi Völler und Michael Skibbe auf, selbst wenn sie gegen die Bayern verlieren sollten.

Bayer gegen Bayern war selten langweilig: Im letzten Jahr lag Bayer in einem hässlich anzuschauenden Spiel bis zur 83. Minute mit 2:1 in Führung, ehe Bayern mit 2 Toren von Demichelis und Pizarro die Partie innerhalb von nur 3. Minuten die Partie für sich entschied.

Wieder nur ein Platz auf der Bank für van Buyten

Die Bayern kommen mit 9 Toren aus den letzten beiden Spielen. Das 5:0 gegen Cottbus zuhause war letztlich doch das erwartete Schützenfest in dem Klose ein lupenreiner Hattrick gelang. Und natürlich will man auch in Leverkusen die Punkte abgreifen, auch wenn es nicht so einfach werden wird wie am Mittwoch.

Im Gegensatz zu letzten Partie wird van Buyten bestimmt wieder für Lucio auf die Bank müssen. Ansonsten erwarte ich diegleiche Elf mit Toni und Klose vorne, sowie Altintop und Ribery auf den Flügeln. Wie schon erwähnt: 9 Tore in den letzten beiden Partien – eigentlich hat Ottmar Hitzfeld überhaupt keinen Grund zum wechseln, schon gar nicht in einem Spitzenspiel. Vielleichts wird es ja wirklich eins…