Van Bommel verlässt den FC Bayern zum Saisonende

Wie SPOX.com erfahren haben will, hat Mark van Bommel das Angebot des FC Bayern abgelehnt. Somit wird er der Kapitän den Rekordmeister zum Saisonende verlassen.

Für den Nachmittag ist eine Pressekonferenz an der Säbener Strasse angesetzt.

UPDATE:
Das anberaumte Pressegespräch ließ van Bommel kurzerhand platzen. Angeblich habe er einen „privaten Termin“.

Lt. FCB-Pressesprecher Markus Hörwick stehe das Angebot der Bayern weiter aufrecht und man habe dem Holländer eine „unbefristete Fristverlängerung“ für seine Entscheidung gewährt.

Stay tuned!

Mark van Bommel wird neuer FCB-Kapitän

Mittelfeldspieler Mark van Bommel ist der neue Mannschaftskapitän des FC Bayern München! Trainer Jürgen Klinsmann hat sich heute auf ihn festgelegt. Der Nachfolger Oliver Kahns ist der erste ausländische Kapitän des Rekordmeisters.

Die Wahl war ja auch keine Überraschung mehr, da der Niederländer bereits schon in allen Vorbereitungsspielen die Kapitänsbinde getragen hatte. Im Grunde war er auch IMHO die einzig logische Wahl für Klinsmann, da er fliessend deutsch spricht und – ähnlich wie damals Stefan Effenberg – die Mannschaft als aggressiver Leitwolf anführen kann.

Osteuropa wir kommen!

30. Spieltag 2006/2007:
VfB Stuttgart – FC Bayern München 2:0 (2:0)

«Es ist unfassbar, was sie abliefern», sagte VfB-Teammanager Horst Heldt nach dem Spiel in die zahlreichen Mikrofone. Dabei legte er kein sorgenvolles, entgeistertes Gesicht an den Tag denn er sprach stolz und zufrieden über den souveränen 2:0 Sieg seiner Schützlinge und nicht über den harmlosen, blutleeren Auftritt des FC Bayern München.

Vor allem in der ersten Halbzeit spielte sich der VfB Stuttgart phasenweise in einen Rausch und damit die Münchener an die Wand. Stuttgarts dynamisches und lauffreudiges Mittelfeld in Gestalt von Pardo, Khedira, Hitzlsperger, Hilbert und Lauth, waren ihren Gegner in fast allen Belangen überlegen. Van Bommel, Hargreaves, Salihamidzic, Santa Cruz. Vier Namen die zwar auf dem Spielberichtsbogen standen, aber im Spiel einfach nicht stattfanden.

Das Bayern Spiel: Null Offensivaktionen, keinerlei Gegenwehr und dümmliche Tätlichkeitsversuche von Bommelchen.

Besonderes Lob geht wieder einmal an meinen „LieblingRoque Santa Cruz: Er schaffte es gemeinsam mit Van Buyten einen unfasslich (=unfassbar+unglaublich) bescheidenen Tag zu erwischen. Wäre der FC Bayern kein Fußballverein sondern ein Hochbaufirma: Santa Cruz müsste sich einen Bagger mieten und ganz tiefe Löcher buddeln.

Wie dem auch sei: Die zwei Tore von Cacau bedeuten für den FC Bayern vier Spieltage vor Saisonende die Teilnahme am UEFA-Cup. Also Chernomorets Odessa statt Chelsea, Ruzomberok statt Real. Litex Lovech statt Liverpool, Nach über 10 Jahren unterunterbrochener Teilnahme an der europäischen Konigsklasse darf der deutsche Rekordmeister in der nächsten Saison auf den vertrockneten Äckern in der osteuropäischen Provinz die Knochen hinhalten.

Vielleicht sollten wir Santa Cruz gerade deswegen noch ein Jahr behalten. Dankbarkeit mal ganz anders sozusagen.

Mehr dazu später… denn auch wenn ich geahnt habe wie diese Saison ausgehen wird, ist die Realität deprimierend.

Danke Holland!

29. Spieltag 2006/2007:
FC Bayern München – Bayer Leverkusen 2:1 (1:0)

Was gestern in der Allianz Arena gezeigt wurde, war alles andere als Erstliga-Fussball. Es war eher ein erneuter spielerischer Offenbarungseid des FC Bayern.

Wie schon so oft in der gesamten Saison fehlte es auch gegen die Pillendreher rechts vom Rhein an einem Spielmacher. Leider war das zentrale Mittelfeld nicht die einzige Schwachstelle im Bayern-Spiel.

Philipp Lahm hatte zwar einige gute Szenen im Spiel nach vorne, vernachlässigte aber einige Male sein Defensivspiel und ließ die Leverkusener über seine Seite zu oft zu einigen guten Möglichkeiten kommen. Seit der WM wirkt der Linksaußen unkonzentriert und unfit. Vielleicht würde ihm eine kleine Auszeit gut, doch gerade jetzt im Saisonendspurt fehlt es an Alternativen auf der Ersatzbank. Marcell Jansen wäre eine. Dadurch könnte Lahm auch mal auf Rechts eingesetzt werden bzw. bei Bedarf rausrotieren.

Roque Santa Cruz´ LeidensZeit beim FC Bayern dürfte so langsam dem Ende entgegen gehen. Beim Spiel gestern wirkte er -so schwach wie eh und je- als Verkörperung des Bayern-Problems: Gedanklich zu langsam, ideenlos am Ball, unbeweglich und lauffaul. Kein einziges mal zeigt er zumindest körperlichen Einsatz, der insbesondere dann gefragt ist, wenn es spielerisch nicht läuft. Seine Auswechslung eine Viertelstunde vor Schluss wirkte wie eine Erlösung – für die Zuschauer in der Allianz Arena, die seinen Abgang mit einem Pfeifkonzert untermalten.

Ganz anders hingegen: Mark van Bommel. Nicht nur aufgrund des Führungstores für mich ein kleiner Lichtblick. Er war sichtlich bemüht das Spiel zu ordnen und wirkte sehr bissig in seiner Abwehrarbeit – die Leverkusener hatten sichtlich keinen Spaß daran, gegen ihn zu spielen. Auch in seiner Körpersprache wirkte er wie ein echter Antreiber. Weiter so!

Sein Landmann Roy Makaay sorgte mit seinem Treffer zur zwischenzeitlichen 2:0 Führung letztendlich dafür, das die Münchener am VfB Stuttgart dran geblieben sind und nächste Woche im direkten Duell gegen die Chance haben, den Schwaben den 3. Platz und die Teilnahme an der Champions League Qualifikation zu entreißen.

Doch dafür sollten sich noch einige im Kader ein Beispiel an Mark van Bommel nehmen. Nur nicht Roque Santa Cruz. Der sollte lieber schon einmal seine Koffer packen.