Vorschau: 1. Spieltag FC Bayern – Hansa Rostock

Gleich mal vorneweg: Wir werden Meister! Warum? Weil wir es einfach werden müssen! Punkt!

Auf dem Papier eine ganz klare Sache: Einerseits der grosse FC Bayern München, mit Transferausgaben von ca. 70 Millionen und einer generalüberholten Truppe, andererseits die altehrwürdige Hansa-Kogge, gerade aufgestiegen und doch schon mit leichter Schlagseite. Keine Verstärkungen im neuen Kader, wegen Knatsch in der Führungsetage. Ob das der Mannschaft den Rest geben wird? Man darf gespannt sein, wie der alte Beinlich ein Jahr Bundesliga verkraften wird.

Aber selbst mit einem Weltklasse-Beinlich wird es dieses Jahr schwer für Rostock. Klarer Abstiegskandidat Nr.1 in diesem Jahr. Aber gerade solche Spiele sind knüppelhart: Ein Gegner der sich partout weigert mitzuspielen und 90 Minuten lang Beton anmischt um dann durch eine Standardsituation vielleicht doch noch zu Tor zu kommen.

Bayern wird ohne Luca Toni und nur mit Klose als einzig nomineller Sturmspitze in der im Ligapokal verwendeten 4-2-3-1 Formation auflaufen in der Ribéry den Takt angibt. Hansa ebenfalls mit Verletzungssorgen.

Bis sich die Bayern-Elf blind versteht wird es noch einige Spieltage dauern, aber auch ohne auf vollen Touren zu laufen müsste es zu einem ungefährdeten Heimsieg reichen. Und falls es das nicht tun sollte, haben wir schon die Blamage – aber die droht uns nach diesen Transfers ja 34. Spieltage lang.

Endlich Bundesliga – Es geht wieder los

Bundesliga 2007/2008 1. Spieltag:

VfB Stuttgart – FC Schalke 04 2:2

Was waren das doch für laaaaange Wochen ohne Bundesliga Fussball. Weit und breit keine WM- oder EM-Spiele die einem als Ersatzdroge über die trostlosen Tagen helfen könnten. Dabei helfen auch keine Vorbereitungsspiele oder Liga-Pokal Auftritte, so nett anzuschauen sie in diesem Jahr auch waren.
Und über die Zeit davor, musste sich der Fussballjunkie mit den letzten Wasserstandsmeldungen des deutschen und internationalen Transfermarktes über Wasser halten, drohte doch der Gesprächsstoff rund um das runde Leder gar vollends zu versinken.

Aber wie dem auch sei – die harte fussballlose Zeit ist seit heute Abend vorbei! Meister Stuttgart bat Vize Schalke zum Eröffnungsspiel der Bundesligasaison 2007/2008 und alles an allem wurde es ein unterhaltsames Spiel in dem beiden Mannschaften mit dem Ergebnis zufrieden sein können. Stuttgart kam gut ins Spiel, lag aber nach einem unglücklichen Eigentor von Hilbert 0:1 hinten. Nach der Pause dann Schalke am Drücker, allerdings machten jetzt die Stuttgarte die Buden. Als dann aber das Spiel vollends zu Gunsten der Schwaben zu kippen drohte, tanzte der Schalker Neuzugang Rakitic Meira vor dem Stuttgarter Strafraum aus und netzte zum 2:2 Ausgleich und Endstand ein.

In der Folgezeit konzentrierte sich Schalke darauf, das Unentschieden über die Zeit zu retten, während Stuttgart die Genauigkeit im Zuspiel nach vorne fehlte. Vor allem Boka verliert die hinten souverän erkämpften Bälle zu schnell im Angriff.

4 Tore, davon ein Elfmeter, in einem Spiel mit hohem Unterhaltungswert. Danach kann man ruhig mach süchtig sein. :-)

Morgen: Bayern – Hansa Rostock. Man darf gespannt sein, wie sich der Underdog aus dem Osten gegen die hochaufgerüsteten Münchener schlägt.

Trotzdem: (frei nach Nicole) Sommerpause ist und bleibt ein Arschloch! :-D

Ailton hat auch Humor!

MSV Duisburg hat nicht mit Ailton nicht nur einen ehemaligen Torschützenkönig, sondern auch einen grossen Sprücheklopfer zurück in die Bundesliga geholt. Aus der Kicker-Telefon-Aktion ist folgender Dialog überliefert:

Anrufer: „Ey Ailton, was geht ab? Wie werde ich mal Profi?“
Ailton: „Du musst sein wie der junge Ailton: Viel trainieren, viel laufen, viel Disziplin haben.“

Wacker Burghausen – Bayern München 3:4 i.E

DFB-Pokal
1. Runde

Was in typischer David gegen Goliath Konstellation begann wurde gestern zu einem sehr spannenden und engagiert geführtem Pokalkrimi.

Aber dieses erste Pokalrunde lief für die Bayern ganz anders ab als im letzten Jahr auf St. Pauli, wo wir zwar auch in die nächste Runde eingezogen sind, allerdings mit viel mehr Glück als Können. Dieses Mal jedoch liessen sich die Bayern nicht durch das Publikum oder die Härte des Gegners beeindrucken und drückten von Beginn an auf das Tempo. Burghausen stand gut sortiert in der Defensive und hatte mit dem 18 Jahre alte Manuel Riemann einen Torwart, der einen äußerst guten Tag erwischt hatte.

Wie er Angriff um Angriff parierte war schon beeindruckend und als es seine Mannschaftskameraden nach ca. einer Stunde Spielzeit tatsächlich mal in die Bayern-Hälfte schafften, traf Neubert auch noch zum 1:0 und die alte Fussballweisheit: „Wers vorne nicht macht, bekommt hinten eins” schien sich mal wieder zu bewahrheiten. Sicherlich hatten einige Zeitungen schon die Pressen angeworfen um ganz dick BLAMAGE! auf den Titelseiten zu drucken.

Erst der Kopfball von Miroslav Klose, nach einer Ribery-Ecke brachte den Ausgleich und somit die Verlängerung, in der kurz von Schluss als Sturmtank eingewechselte Van Buyten beste Möglichkeiten zum Siegtreffer vergab. Im Elfmeterschiessen musste dann – nachdem Altintop und Sosa nicht verwandelten – der alte Mann im Tor nochmal all sein Können aufbieten um den FC Bayern in die 2. Runde zu wuchten. Letztlich aber war das Weiterkommen verdient.

Besonders gut gefallen hat mir wieder einmal Franck Ribéry, der überall zu finden war und kaum einen Ball verloren gab. Auch sein Einsatz war vorbildlich. Einzig und allein die Chancenverwertung war, wie beim Rest der Mannschaft, mangelhaft. Bleibt nur zu hoffen das dieses Manko mit der Rückkehr von Luca Toni und Lukas Podolski in den Kader beheben lässt.

FC Bayern verpflichtet das 13-jährige Talent Pierre „Pier” Larrauri

Wenn Fussballvereine talentierte, aber vorpubertäre Kinder verpflichten lassen die Beschimpfungen meist nicht lange auf sich warten. Kindesentführung, Menschen- oder sogar moderner Sklavenhandel – die Vorgehensweise der Clubs wird auf alle möglichen Arten verunglimpft.

Dieses mal trifft der Zorn der Wertewächter den FC Bayern München, der letzte Woche noch die Verpflichtung des 13 Jahre alten Peruaners Pier Larrauri dementiert hatte, gestern aber in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung in Person des Jugendleiters Werner Kern zugab: „Er kommt für ein Jahr. Mal schauen, wie sich das entwickelt.‘‘.

Der begabte Larrauri, der in Peru bereits als der „neue Lionel Messi“ bezeichnet wird, werde voraussichtlich in der U14 spielen, in der C-Junioren-Bezirksoberliga Oberbayern.

Prinzipiell halte ich so eine Verpflichtung auch nicht für verwerflich. Denn wenn überhaupt einige Verantwortliche ihre soziale Kompetenz im Umgang mit Menschen gezeigt haben, dann die vom FC Bayern. Auch wenn ich das früher, besonders im Bezug auf Transfers und Vertragsverlängerungen niemals so zugegeben hätte, bin ich mir 100%ig sicher, daß sich Uli Hoeness und Werner Kern ihrer Verantwortung für den Kleinen mehr als bewusst sind.