8. Spieltag: Bayer Leverkusen – FC Bayern München 0:1 (0:1)

9 Punkte, 10:1 Tore in drei Spielen – die Ausbeute der Münchener in der englischen Woche der Bundesliga, kann sich wahrlich sehen lassen. Vier Punkte Vorsprung an der Tabellenspitze gehalten und dabei auch gestern in Leverkusen alle Punkte mitgenommen.

Ja, es hätte wirklich schlimmer kommen können, vor allem in der ersten Halbzeit gestern, in der die Bayern nicht eng genug an ihren Gegenspielern waren um die vielen Torchancen für die Werkself zu verhindern. Doch dank eines reaktionsschnellen, wenn auch in manchen Szenen leicht übermotiviert wirkenden, Michael Rensing blieb es beim 0:0, allerdings nur aufgrund einer Fehlentscheidung des Linienrichters, der Kloses Tor in der 13. Minute nicht gesehen hatte.

Bayern suchen sich noch

Abgesehen davon gab es im Spiel nach vorne vieles Stückwerk. Einige viel versprechende Kontermöglichkeiten wurden nicht schnell und konsequent genug bzw. nur schlampig ausgespielt. Vor allem Jansen versprangen vielen Bälle bei der Annahme und er wirkte nicht so spritzig, sondern etwas ausgelaugt. Doch schließlich genügte ein Geistesblitz von Ribéry um Klose zu schicken, der den freien Toni neben sich sah.

Danach war der Käse geschnitten: Bayer bemühte sich in der zweiten Hälfte weiterhin Druck aufzubauen, doch das aggressive und schnelle Spiel in der ersten Halbzeit hatte viel Kraft gekostet. Mit der Hereinnahme Schweinsteigers machten die Bayern dann gänzlich die Räume eng, kamen zu mehr Spielanteilen und versuchten Leverkusen auszukontern, was auch beinahe geklappt hätte, wenn z.B. Ze Roberto an der Strafraumgrenze mal abgezogen hätte, anstatt nach einer Anspielstation zu suchen…

Bayern Lazarett wird wieder grösser

Sei´s drum. Souverän und abgezockt den Vorsprung über die Zeit gebracht, das zählt. Die drei Punkte waren wichtig zum Abschluss dieser anstrengenden Woche, jetzt ist wieder ein paar Tage Zeit um die verletzten gesund zu pflegen. „Dank“ Kiesling, der -ungestüm wie ein junger Bulle- in jeden Zweikampf ging, zwickt´s Klose wieder im rechten Knie, Lell in der Wade. Oliver Kahn hatte sich ja beim warm machen am Ellenbogen verletzt – okay, dafür kann der feine Herr Kiesling mal nichts :-)

Was mich außer Kiesling wirklich gefuchst hat, war der Auftritt von Marcell Jansen. Immer wieder hat er Bälle verstolpert, zum Gegner gepasst oder gleich ins aus gespielt und wenn er mal nicht den Ball hatte, schlurfte er gemächlich über den Platz. Hoffentlich war es „nur“ ein schlechter Tag für ihn – ansonsten müsste ich zwei Gebetskerzen aufstellen: Eine für Lahm und eine für Sagnol. Jansen kann dann ja weiterhin im Dunkeln herumschlurfen.

Update Probleme mit WordPress 2.3

Wie vielleicht einige schon bemerkt haben, sind einige Seiten nicht erreichbar, schon gar nicht über die TagCloud. Das alles ist auf das Update auf die neue WordPress Version 2.3 zurückzuführen, welche weit verbreitete Plugins wie

  • Ultimate Tag Warrior
  • Jerome’s Keywords
  • Simple Tags
  • Bunny’s Technorati Tags
  • WordPress Kategorien

unbrauchbar macht.

Daher mein Aufruf an alle Blogger-Kollegen und -Kolleginnen:

1. BACKUP anlegen!
2. Geduld haben
3. und _unbedingt_ „Zehn Dinge die du über WordPress 2.3 wissen solltest“ lesen!

Falls ihr Fehler entdecken solltet oder Hilfe braucht: Einfach in die Kommentare damit.
Vielen Dank :-)

+++ UPDATE: +++

Soweit so gut. Das meiste scheint wieder verfügbar zu sein.
Wer Probleme hat mit den WordPress Tags _hier_ schmöckern oder in den Kommentaren fragen.

Vorschau: 8. Spieltag: Bayer Leverkusen – FC Bayern München

„Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ – selten traf ein Herberger Zitat so sehr ins schwarze wie in dieser englischen Woche. Und die bedeutet Stress, sogar für den Zuschauer. Bundesliga am Samstag, Sonntag, Dienstag, Mittwoch, sowie Freitag, Samstag und Sonntag. Parallel dazu oder dazwischen ist natürlich 2. Liga. Tja, Fussball ist eben nichts für Weicheier – weder auf dem Platz, noch vor dem Bildschirm.

Noch ein Spitzenspiel

Morgen gehts gegen Leverkusen, oder wie ich sie gerne nenne „Pillendreher rechts vom Rhein“ und auch dieses Spiel fällt in die Kategorie „Spitzenspiel“. Das wievielte in der Saison ist das jetzt eigentlich? Leider halten diese Partien selten daß, was sie im Vorfeld versprechen…

Momentan bedeutet die Paarung das Aufeinandertreffen vom Tabellenführer beim Tabellenzweiten, wobei der zweite. ja seit dem erstem Spieltag an auch den ominösen Titel „Bayern-Jäger“ tragen darf, aber auch davon gab es ja bisher so einige.

Leverkusen mit Rückenwind

Anyway: Leverkusen ist auf dem aufsteigenden Ast mit drei Siegen in Folge und eines aufblühenden Stefan Kiesling. Nach einem schweren ersten Jahr in Leverkusen scheint es für den 23jährigen endlich zu laufen, während z.B. ein Lukas Podolski beim FC Bayern bestenfalls auf der Stelle tritt.

Aber nicht nur Kiesling macht von sich reden: Auch die Neuzugänge Manuel Friedrich (von Mainz 05) und Arturo Vidal (von Colo Colo) präsentierten sich zuletzt in guter Form und in Torlaune. Dazu hat endlich auch noch Gekas wieder getroffen, so das Bayer mehr als ordentlich dasteht. Wie es scheint geht der Plan von Rudi Völler und Michael Skibbe auf, selbst wenn sie gegen die Bayern verlieren sollten.

Bayer gegen Bayern war selten langweilig: Im letzten Jahr lag Bayer in einem hässlich anzuschauenden Spiel bis zur 83. Minute mit 2:1 in Führung, ehe Bayern mit 2 Toren von Demichelis und Pizarro die Partie innerhalb von nur 3. Minuten die Partie für sich entschied.

Wieder nur ein Platz auf der Bank für van Buyten

Die Bayern kommen mit 9 Toren aus den letzten beiden Spielen. Das 5:0 gegen Cottbus zuhause war letztlich doch das erwartete Schützenfest in dem Klose ein lupenreiner Hattrick gelang. Und natürlich will man auch in Leverkusen die Punkte abgreifen, auch wenn es nicht so einfach werden wird wie am Mittwoch.

Im Gegensatz zu letzten Partie wird van Buyten bestimmt wieder für Lucio auf die Bank müssen. Ansonsten erwarte ich diegleiche Elf mit Toni und Klose vorne, sowie Altintop und Ribery auf den Flügeln. Wie schon erwähnt: 9 Tore in den letzten beiden Partien – eigentlich hat Ottmar Hitzfeld überhaupt keinen Grund zum wechseln, schon gar nicht in einem Spitzenspiel. Vielleichts wird es ja wirklich eins…

7. Spieltag: FC Bayern München – Energie Cottbus 5:0 (0:0)

Aufstellung 7. Spieltag, Bayern München - Energie Cottbus

Es waren nicht wenige, die heute abend in Erwartung eines Schützenfestes in die Allianz Arena gekommen waren. Letzendlich sollten Sie auch nicht enttäuscht werden: 5:0 ist schon eine ordentliche Klatsche. Doch so einfach ging es dann doch nicht…

Nach ruhiger Anfangsphase kam Bayern immer stärker auf und drückte Cottbus über die gesamte Spielzeit hinweg in die eigene Hälfte, doch keine der vielen Bayern-Chancen in der ersten Hälfte war richtig zwingend, da die notwendige Präzision im Abschluss fehlte.

Cottbus bricht ein

Im zweiten Abschnitt die Bayern weiter überlegen, allerdings ohne wirkliche Torgefahr auszustrahlen. Erst das nicht gegebene Freistosstor von Franck Ribéry küsste die Bayern wach und der Bayern-Express kam so richtig ins Rollen. 1x Klose – im nachstochern nach einer Ribéry-Flanke von rechts – und 1x Demichelis brachten den Rekordmeister auf die Siegerstrasse. Danach ergaben sich die Cottbusser förmlich und die Bayern kombinierten nach Belieben. Besonders schön herausgespielt dann das 3:0 durch Luca Toni, nach einem direkten Pass von Ribéry auf Klose, der dann im Strafraum den Ball quer für den Italiener auflegte.

Kroos-artige Vorlagen

Damit war der Käse auch gegessen und Ottmar Hitzfeld wechselte gleich dreimal aus. Für Ribéry, Toni und Zé Roberto kamen Schweinsteiger, Podolski und das 17jährige Supertalent Toni Kroos. Und gerade letzterer tat bei seinem ersten Bundesligaspiel so, als würde er das schon seit Jahren machen: Kaum im Spiel, sieht er Klose im gegnerischen Strafraum stehen und flankt punktgenau auf den Nationalstürmer, der dann trocken zum 4:0 einnetzt. Was für ein Debüt! Danach lies München den Ball gemächlich in den zirkulieren und das Spiel austrudeln. Kurz vor Ende flankte Kroos noch einmal auf Klose, der mit dem Kopf sein drittes Tor und das 5:0 machte.

Am Ende wars dann doch die erwartete Backpfeife für Cottbus. Interessant ist das Auseinanderfallen der Mannschaft nach den ersten zwei Treffern und die Konsequenz mit der Bayern es immer weiter probiert hat zum Torerfolg zu kommen. In der letzten Saison hätte man sich langweilig den Ball in der gegnerischen Hälfte in und her geschoben, nur um sich dann entweder in der gegnerischen Deckung festzurennen oder dann den Ball aus dem Halbfeld mit Stossgebet in Richtung Strafraum zu flanken. Schön auch das die Bayern nach dem 2:0 bzw. 3:0 nicht zurückgeschaltet haben um Kräfte zu sparen sondern weiterhin den Zuschauern etwas zeigen wollten.

Vorschau: 7. Spieltag: FC Bayern München – Energie Cottbus

Für diese Paarung in der englischen Woche lassen sich mehr als genug Klischees aus den Schubladen ziehen: Tabellenerster gegen Tabellenletzter, Rekordmeister gegen Ost-Verein, stinkreiche Münchener gegen hemdsärmlige Lausitzer und das alles noch zur Oktoberfestzeit.

Die Vorzeichen sind ebenso eindeutig: Gegen Cottbus hat der FC Bayern zuhause bisher immer gewonnen. Und das sich daran gerade in diesem Jahr etwas ändert, glaubt nach den der vorzeitigen Entlassung von Peter Sander auf der einen und der beinahe optimalen Chancenauswertung der Bayern in Karlsruhe auf der anderen Seite, eigentlich keine Sau.

Trotzdem erwarte ich ein schweres Spiel, denn Cottbus hat nichts, aber auch gar nichts zu verlieren. Die Bayern dagegen stehen vor einer Pflichtaufgabe, die sie eventuell unterschätzen könnten. Warnung dafür sollten die Spiele gegen Wacker Burghausen und das gegen Belenenses Lissabon sein: In beiden Partien stand der Gegner ausschliesslich in der Deckung und war nur darauf aus möglichst unbeschadet über die Zeit zu kommen. Das dagegen das Spiel über die Flügel und Laufbereitschaft in der Offensive eine Möglichkeit sein kann, sollten die Bayern mittlerweile gelernt haben.

Interessant wird die Formation sein, die Hitzfeld zum Anpfiff auf den Platz schickt. Wird Altintop nach seinem starken Auftritt in Karlsruhe von Beginn an für Schweinsteiger spielen? Und wird Van Buyten für einen der beiden Innenverteidiger auflaufen, als Belohnung für sein bisheriges tadelloses Verhalten als Bankdrücker? Werden Schlaudraff und Podolski mehr Spielpraxis bekommen indem Sie für Toni und Ribéry einspringen?

Heute abend sind wir alle schlauer.

6. Spieltag: Karlsruher SC – FC Bayern München 1:4 (0:2)

Aufstellung 6. Spieltag Karlsruher SC - Bayern München 1:4 (0:2)

Der warme Applaus der auf Oliver Kahn beim Warmmachen vor dem Spiel in seiner alten Heimat niederprasselte hatte etwas unwirkliches. Bejubelten dort doch tatsächlich Nicht-Bayern-Fans den personifizierten Siegeswillen des Rekordmeisters und das mit Getöse. Oliver Kahn wird sicherlich noch einige Erlebnisse dieser Art in seiner Abschiedssaison erleben.

Cool und abzockt nahm der FC Bayern die 3 Punkte aus dem Wildpark mit und wenn man nur auf das nackte Ergebnis blickt, könnte der schnelle Leser leicht meinen, der vierte Sieg im sechsten Spiel wäre für den Rekordmeister ein relativ einfacher gewesen. Aber das wäre schon sehr weit von der Wirklichkeit entfernt.

Zwar ging Bayern mit einem sehenswerten Lupfer von Luca Toni bereits in der 5. Minute in Führung, damit begann aber auch die erste Drangphase der Badener, in der minutenlang kein Bayern Spieler am Ball war. Aber so sehr sich Karlsruh auch mühte, wirklich gefährliches kam nicht zustande. Generell herrschte beim Aufsteiger ein krasses Missverhältnis zwischen Aufwand (laufen) und Ertrag (Toren). Immer wieder rannte sich Karlsruhe in der Bayern Deckung fest, die ihrerseits zwar souverän stand, aber auch wenig bis gar nichts für das Spiel nach vorne tat.

Erst nach einer Viertelstunde kam Bayern dann seit gefühlten Stunden über die Mittellinie und zeigte durch das Abstauber-Tor von Miroslav Klose wie effektive Chancenverwertung auszusehen hat. Bis zur Halbzeit liessen die Münchener dann nichts mehr anbrennen, obwohl der KSC gegen Ende wieder etwas stärker aufkam.

Nach Anpfiff von Halbzeit zwei war die Partie nach dem wunderschönen 0:3 von Altintop zwar eigentlich gelaufen, doch der KSC zeigte eine bemerkenswerte Moral und spielte weiterhin engagiert nach vorne, was zwar durch das 1:3 von Porcello zwar belohnt wurde, letztlich aber – spätestens mit dem 1:4 vom eingewechselten Ze Roberto – nur noch Ergebniskosmetik war.

Besonders gefallen hat mir Hamit Altintop, der spätestens nach diesem Spiel einem Bastian Schweinsteiger in seiner aktuellen Form vorzuziehen ist. Er ist explosiv im Antritt, besitzt eine tolle Schusstechnik und sorgt auf der rechten Seite immer für Unruhe. Er tritt auch ausserhalb des Platzes mit Bescheidenheit auf und scheint das Rampenlicht zu meiden wie der Teufel das Weihwasser – eine Eigenschaft die ihn eigentlich nur noch symphatischer erscheinen lässt.

Auch sehr gut, wenn auch z.Z. im falschen Trikot unterwegs: Andreas Görlitz. Nach Karlsruhe ausgeliehen lieferte er konstant gute Leistungen. Gestern stand er nach hinten sicher, leitete immer wieder über die rechte Seite neue Angriffsversuche ein und war der beste Mann der Badener.

Zusammengefasst war das ein souveräner Auftritt mit einer ungewohnt guten Chancenausbeute, bei dem man sich phasenweise dem immensen Druck des Aufsteigers erwehren musste, letztlich aber – dank der Tore zum richtigen Zeitpunkt – einen nie gefährdeten Sieg mitnahm.

Vorschau: 6. Spieltag Karlsruher SC – FC Bayern München

Die Sonne scheint, die Bayern spielen in Karlsruhe und ich bin im Stadion dabei! Es gibt wahrlich langweiligere Sonntage als diesen.

Die Fans der Badener freuen sich natürlich überschwenglich auf die Bayern und auf die Rückkehr des verlorenen Sohnes Oliver Kahn. Ich bin gespannt wie die Wildpark-Bruddler den ehemaligen Nationaltorhüter empfangen werden.

Vor der Partie gegen den Rekordmeister hegt und pflegt der KSC sein Image als Under-Underdog, Grundtenor in der Stadt: „Man hat kein Chance, also sollte man sie auch nutzen!“. Dabei stehen die Chancen ja nicht mal sooo schlecht den ÜberBayern ein Bein zu stellen: Abräumer Maik Franz steht wieder zur Verfügung, die Bayern haben ein Spiel mehr in den Knochen und stehen nach zwei Unentschieden und einem wenig überzeugenden 1:0 Erfolg gegen Belenenses unter höherem öffentlichen Druck als der Aufsteiger. Wobei: Der Ausfall von Godfried Aduobe ist für den KSC schon ein Verlust, da Adoube in den letzten beiden Partien gute bis sehr gute Leistungen gezeigt hat.

Bayern muss sich also wahrscheinlich wieder einmal darauf einstellen das die Räume schnell und resolut eng gemacht werden und Ribéry wird sicher mehr als ein Mal mehreren Gegenspielern gleichzeitig gegenübersehen. Doch wie so oft hoffe ich auch diesmal auf eine Reaktion der Mannschaft rund um den Franzosen. Mit Klose und Toni vorne dürfte wieder der erste Sturm gesetzt sein, so das die Abwehrreihen der Karlsruher hoffentlich mehr zu tun haben werden, als ihnen an diesem sonnigen Nachmittag lieb ist.

Wirkliche Sorgen bereitet mir eigentlich nur die Form von Schweinsteiger. Wie schon hier angedeutet, wäre es vielleicht gar nicht mal so falsch ihn draussen zu lassen um Hamit Altintop von Beginn an eine Chance zu geben.

Egal wer letztlich auf dem Platz steht: Langweilig dürfte es heute nachmittag so oder so nicht werden.

1. Runde Hinspiel: FC Bayern München – Belenenses Lissabon 1:0 (1:0)

Mit 1:0 gewonnen und doch nicht so wirklich zufrieden. Irgendwie kann es der FC Bayern in dieser Saison es niemandem Recht machen, auch nicht sich selbst. Spielt man unentschieden, ist das zuwenig nach der grossen Shopping-Tour im Sommer, gewinnt man deutlich, war es ja von vornherein klar.

Am Donnerstag gab es erneut nicht das gewünschte Ergebnis für die Champions-League verwöhnten Bayern und damit wird das Rückspiel in 14 Tagen zu mehr als einem lustigen Betriebsausflug.

Dabei hätte es so einfach sein können, wenn die Bayern ihre Chancen durch Toni und Jansen verwertet hätten. Trotz eindeutiger Überlegenheit fehlten letztlich dir grossen 100%igen Torchancen weil, wie so oft, der letzte entscheidende Pass blind und/oder unpräzise gespielt wird.

Es braucht einfach noch seine Zeit bis Podolski wieder genug Spielpraxis gesammelt und Toni und Klose wieder 100%ig fit sind, von daher sehe stimme ich _nicht_ mit ein in den grossen Abgesang auf Podolski, wie in weiten Teilen der Sportpresse zu lesen ist, sondern bin hoffnungsvoll was den Jungen betrifft.

Selbiges gilt für Jan Schlaudraff: In den paar Minuten die er zum Einsatz kam zeigte er grosses Engagement und wird hoffentlich in nächster Zeit eine weitere Option für Ottmar Hitzfeld werden, wenn es mal wieder gilt einen 10 Mann starken Abwehrriegel vor dem Tor zu knacken.

Apropos Abwehrriegel: Um defensive Mannschaften auszuspielen reicht es nicht aus, den Ball irgendwie zu Ribéry zu tragen, der dann etwas sinnvolles damit anfangen soll. Diese Gewohnheit sollte man der Mannschaft so schnell wie möglich austreiben, denn so wird das Spiel der Bayern einfach zu berechenbar. Mit Ze Roberto und Schweinsteiger stehen den Münchenern noch mehr Waffen in der Offensive zur Verfügung, daher sollte man Sie auch benutzen.

Ein Wort noch zu Schweinsteiger: Nach anfänglich guten Leistungen zu Saisonbeginn lieferte er zuletzt 3 magere Spiele ab und man gewann den Eindruck er sei wieder in den Trott der letzten Saison verfallen. Vielleicht ist es nur eine schlechte Phase, aber vielleicht benötigt er auch mal wieder eine Denkpause. Daher sollte IMHO Hamit Altintop beim Auswärtsspiel in Karlsruhe für ihn auflaufen, denn auch er (Altintop) hat durch seine Einwechslung gegen Lissabon in den wenigen Minuten mehr Betrieb gemacht, als Schweinsteiger im ganzen Spiel.

Anyway: Mit einem Tor Vorsprung gehts in 14 Tagen um den Einzug in die Gruppenphase und mit einer disziplinierten Leistung sollte es doch mit dem Teufel zugehen, wenn es doch nicht klappen sollte.

Vorschau: Hinspiel 1. Runde FC Bayern München – Belenenses Lissabon

Ich hab´ da ja so einen Alptraum: Blackburn Rovers tritt im letzten Spiel der Gruppenphase in der Allianz Arena an. 85 Minuten lang ist der FC Bayern spielbestimmend, aber leider will das verdammte erste Tor nicht fallen. Das Sturm-Duo Klose und Toni hat beste Chancen vergeben. Es ist wie so oft in dieser Saison: Spielbestimmend, aber es springt nichts zählbares raus. Einfach zum Haare raufen.

Und kurz vor Schluss passiert es: Nach einem erneuten Zuckerpass von Ribéry versiebt der inzwischen eingewechselte Podolski (für Toni) die nächste 100% aus halbrechter Position. Harter Schuss, aber knapp vorbei. Torwart Brad Friedel drischt die Pille beim folgenden Abstoss weit in die Bayern-Hälfte. Ze Roberto und Bentley steigen zum Kopfball hoch, der Brasillianer allerdings wie so oft nur Alibimässig, so das der Engländer relativ unbedrängt den Ball weiter nach vorne köpfen kann. Der Ball gelangt zu ihm. Er zögert für einen kurzen, kaum wahrnehmbaren Moment und lächelt – beinahe. Kaum am Ball nimmt er Fahrt auf, umspielt mit einer Körpertäuschung den ausgepumpten Van Bommel und nur noch der stacksige Van Buyten steht zwischen ihm und Oliver Kahn. Mit einer abrupten Vollbremsung und einer Drehung lässt er den Belgier aussteigen. Läuft dann noch zwei Schritte und zieht mit einem knüppelharten Schuss vor der Strafraumlinie den Ball unhaltbar in den rechten Winkel. Kahn hatte nicht einmal Zeit sich in eine Ecke zu werfen.

In der Arena ist es mucksmäuschenstill. Nur eine handvoll mitgereister englischer Fans und obligatorischer Bayern-Hasser jubelt über das überraschende und unverdiente Siegtor der Gäste. Blackburn hatte bis dahin nicht ein einziges Mal auf das Münchener Tor geschossen. Spieler und Fans des FC Bayern sind konsterniert: Sie sind soeben Augenzeuge geworden wie Roque Santa Cruz seinen Ex-Arbeitgeber Bayern München aus dem UEFA-Cup gekickt hat. Und zwar mit Karacho. Ich schreie vor Wut, als einziger in Südkurve, während alle anderen mit offenen Mündern dastehen…
Schweißgebadet wache ich auf.
(…)

Noch ist es ja nicht so weit – glücklicherweise. Morgen tritt der FC Bayern also nach vielen Jahren in der Champions League wieder im UEFA-Pokal an. Und auch wenn der Wettbewerb viel von seinem Glanz früherer Tage verloren hat, so freue ich mich wirklich über „neue“, unbekannte Gegner. Die Mannschaften in der CL sind ja fast Jahr für Jahr dieselben, remember AC Mailand, bzw. Chelsea vs. Barca etc.

Belenenses Lissabon steht klar im Schatten seiner Lokalrivalen Benfica und Sporting und ist in der aktuellen Saison mit einem Sieg nach Vier Spieltagen im Mittelfeld der Tabelle anzsiedeln. Mehr ist auf die Schnelle für mich nicht über diesen Verein herauszufinden.
Hoffentlich haben sich die Bayern besser auf diesen Gegner vorbereitet als ich.